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Augengesundheit und Augeninnendruck

Ein Optiker stellt keine Diagnose und behandelt nicht. Wir messen, untersuchen, vergleichen mit dem Vorjahr, und wenn etwas aus dem erwarteten Rahmen fällt, halten wir es schriftlich fest und schicken Sie zum Augenarzt. So deutlich gesagt, wissen Sie, wofür Sie kommen.

Termin vereinbarenWir rufen Sie zurück und bestätigen Tag und Uhrzeit. Unverbindlich.
Älterer Mann auf der Kaimauer eines Fischerhafens, dahinter festgemachte Boote und das Meer

Was sich hier sehen lässt und was nicht

Wir sind Augenoptiker und Optometristen. Zur Augengesundheit gehört bei uns: das Auge vorne und hinten anschauen, den Augeninnendruck messen und das Gesehene mit Datum notieren, damit es beim nächsten Mal vergleichbar ist.

Was wir nicht tun: einem Befund einen Namen geben oder Ihnen etwas verordnen. Ein Zeichen, das augenärztlich beurteilt werden muss, erklären wir Ihnen, geben es Ihnen schriftlich mit und sagen, zu wem Sie damit gehen — nötigenfalls noch am selben Tag und nicht erst bei der nächsten Kontrolle.

Diese Grenze verschweigen wir nicht. Sie ist der Grund, warum ein Bericht von hier etwas wert ist, wenn ein Arzt ihn liest.

Der Augeninnendruck: eine Zahl, die nur im Verlauf etwas sagt

Der Druck im Auge tut nicht weh und meldet sich nicht. Er gehört zu den wenigen Dingen, die man nur durch Messen erfährt, und deshalb ist er Teil der Sehprüfung und keine Zusatzleistung.

Ein einzelner Wert sagt wenig. Der Verlauf sagt etwas: der Wert von heute neben dem von vor zwei und vor vier Jahren, immer am selben Ort gemessen und in derselben Akte notiert. Genau hier hat ein Geschäft, das hier seit dreißig Jahren geöffnet ist, etwas, das eine neue Praxis nicht haben kann.

Eine Einschränkung gehört dazu: Der Druck ist ein Hinweis, nicht das ganze Bild. Es gibt Augen mit normalen Werten, die aus anderen Gründen engmaschig beobachtet werden, und darum endet die Untersuchung nicht bei dieser Zahl.

Trockene Augen in einem Küstenort

Hier kommt viererlei zusammen: Wind, salzhaltige Luft, viele Stunden Tageslicht und Klimaanlage von Mai bis Oktober. Alles davon lässt den Tränenfilm schneller verdunsten, und ab einem gewissen Alter ist er ohnehin knapper.

Die Beschwerden führen in die Irre. Am häufigsten ist nicht das trockene, sondern das tränende Auge: Die gereizte Oberfläche löst eine Nottränenflut aus, die zum Befeuchten nichts taugt. Das zweite Zeichen ist verschmiertes Sehen, das sich beim Blinzeln klärt, und das viele für den Bedarf einer neuen Brille halten.

Bei der Prüfung schauen wir uns Oberfläche und Tränenqualität an, und daraus werden konkrete Empfehlungen zu Gewohnheiten und Tropfen. Verlangt der Befund mehr als das, überweisen wir.

Die Sonne hier ist keine Frage der Optik

Die über Jahre angesammelte Belastung durch Sonne und Wind wird mit Veränderungen der Augenoberfläche in Verbindung gebracht: jene weißlichen oder rötlichen Verdickungen am Rand des Weißen, die man eines Morgens im Spiegel entdeckt und erschrickt. Langfristig auch mit Veränderungen der Augenlinse.

Schutz ist billig und schnell erzählt: Sonnenbrille der Kategorie 3 mit geprüftem UV-Filter, eine Fassung, die seitlich abdeckt, und mittags eine Kopfbedeckung. Wer den Tag auf dem Boot oder auf dem Feld verbringt, braucht ihn am meisten und trägt ihn meist am wenigsten.

Wann Sie nicht auf die nächste Kontrolle warten

Manche Situationen sind keine Sache für den Optiker und dulden keinen Termin in zwei Wochen. Trifft eines davon zu, gehen Sie noch heute in die Augenambulanz oder zu Ihrem Arzt.

  • Plötzlicher Sehverlust auf einem Auge, auch wenn er kurz ist und wieder vergeht
  • Ein Vorhang oder Schatten, der sich von einer Seite ins Gesichtsfeld schiebt
  • Lichtblitze zusammen mit plötzlich deutlich mehr Mouches volantes
  • Starke Augenschmerzen mit Rötung und verschwommenem Sehen
  • Doppelbilder, die schlagartig auftreten
  • Ein Schlag aufs Auge oder ein Spritzer einer Chemikalie

Häufige Fragen

Wie oft sollte der Augeninnendruck gemessen werden?

Eine für alle passende Zahl gibt es nicht. Sinnvoll ist, dass er zur Sehprüfung gehört, damit vergleichbare Werte zusammenkommen, ohne dass ein Extratermin nötig wird. Gibt es Fälle in Ihrer Familie, sagen Sie es: Das ändert den Abstand.

Mein Vater hat grünen Star. Muss ich etwas anders machen?

Sie sollten es beim ersten Termin sagen, damit es in Ihrer Akte steht. Die familiäre Vorbelastung wiegt schwer bei der Entscheidung, ob wir bei einem Wert überweisen, bei dem wir es sonst nicht täten.

Ich sehe kleine Flecken schweben. Ist das schlimm?

Mouches volantes sind häufig, und viele leben jahrelang mit denselben. Dringend abklären lassen sollten Sie, wenn plötzlich sehr viel mehr davon auftauchen, besonders zusammen mit Lichtblitzen oder einem Schatten am Rand.

Können Sie mir sagen, ob ich grauen Star habe?

Wir können beim Untersuchen Anzeichen sehen und Ihnen erklären, was wir sehen. Die Diagnose und die Entscheidung zur Operation liegen beim Augenarzt. Was wir währenddessen tun können: Ihre Werte aktuell halten, denn in dieser Phase ändern sie sich meist öfter als sonst.

Ruinieren Handy und Computer meine Augen?

Sie ermüden sie erheblich, aber es gibt keinen Beleg, dass sie ihnen schaden. Vor dem Bildschirm blinzelt man deutlich seltener, und der Tränenfilm verdunstet. Mit Pausen, mit Abstand und manchmal mit einem Arbeitsplatzglas geht diese Ermüdung spürbar zurück.

Die Informationen auf dieser Website dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine fachliche Beratung. Bei Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihren Augenoptiker, Hörakustiker oder Arzt.